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Gönderen Konu: 7- Die Erlösung - Felah, das Paradies erreichen  (Okunma Sayısı 332 defa)
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« : 13 Eylül 2008, 22:36:27 »





7- Die Erlösung - Felah, das Paradies erreichen
7.1. Wie erfüllen wir unsere Eide?
Der Kur'an-i  Kerim ist eine Einladung zur Glückseligkeit und gleichzeitig auch eine  Anleitung zum Glück. Wir konnten bis zu diesem Punkt nur den ersten Teil dieser Anleitung geben. Denn der Mensch ist ein Anwärter, sowohl für  die Glückseligkeit auf Erden, als auch im Jenseits. Jedoch gewährleistet  uns das Einhalten der Allah geleisteten Eide nur das irdische Glück im Paradies, d.h. es bringt uns die frohe Botschaft für ein unendliches Leben im Paradies. Aber das, was Allah möchte, ist nicht nur, dass wir nur im Paradies glücklich werden, Allah möchte auch für das irdische Leben unsere Glückseligkeit. Und dieses von Allah am meisten geliebte und umsorgte Lebewesen Mensch, für das Allah alles erschuf, ist Anwärter auf diese unendliche Glückseligkeit und  darüber hinaus für sie befähigt. Denn der Mensch wurde mit dieser Veranlagung  erschaffen. Die Rum Sure 30 zeigt diese Tatsache. Allahu Teala sagt:
RUM-30: "Wir haben alle Menschen mit der Hanif- Veranlagung erschaffen".

  Das bedeutet, dass der Mensch mit folgenden Eigenschaften erschaffen wurde:

1. an Allah glauben zu können,

2. sich Allah ergeben zu können,

3. den Frieden, d.h. die unendliche Glückseligkeit erreichen zu können.

Eben alle Menschen wurden auf diese Art und Weise erschaffen. In den vorangegangenen Kapiteln haben wir von der Stufe vor den Ergebungen erzählt. Nachdem wir in diesem Abschnitt erzählen, wie wir unsere Eide verwirklichen können, wie wir dieses Ziel erreichen, auf welche Art wir dieses Ziel erreichen sollen, werden wir auch erzählen, was das Ergebnis dieser Eide ist. Daraufhin werden wir, Inschallah, versuchen, in diesem Abschnitt Ihnen zu zeigen, wie wir durch Passieren der Glückseligkeit im Jenseits die irdische Glückseligkeit erreichen. Unser Startpunkt ist die Frage: Wie verwirklicht ein Mensch seine gegenüber Allah geleisteten drei Eide?
Beginnen wir mit der Beantwortung einer uns häufig gestellten Frage. Es wird gesagt: "Kann ein Mensch nicht die Erlösung erlangen, wenn der Mensch den Kur'an-i Kerim nehmen würde, sich zu Hause einschliessen würde und das Namaz Gebet verrichten würde, Fasten würde, Almosen geben würde, die fünf Pfeiler des Islams einhalten würde?".
Leider kann er sie nicht erlangen. (Die Vergebung durch Allah ausgenommen), sagen die Bestimmungen des Kur'an-i Kerim genau dieses.
 
 

7.2. Was ist Hidayet und was Dalâlet ?
Die Erlösung eines Menschen hat Allahû Tealâ an eine Bedingung  geknüpft. Diese Bedingung wird durch die Erklärung des Unterschiedes  zwischen Hidayet und Dalalet Offenkundigkeit erlangen. Das im Hidayet oder  im Dalalet sein eines Menschen ist durch Allahû Tealâ an Bedingungen  geknüpft. Unser Rabb gebietet in der Kasas Sure 50:
KASAS-50:  "Mein Habib [Prophet Mohammed S.A.V.], wenn sie  deiner Einladung nicht folgen, wisse, dass sie sich ihren Lüsten und  Wünschen ergeben. Wer sich ohne dem von Allah kommenden Einladenden zu ergeben, seinen eigenen Lüsten und Wünschen (d.h. seiner Seele)  ergibt, gibt es jemanden der mehr im Dalalet ist als diese Person?".

Das bedeutet, dass es für einen Menschen möglich ist, im  Dalalet zu sein, durch Ergebung an die eigene Seele. Der Beginn mit dem Hidayet  hingegen ist nur durch einen Wegweiser zum Hidayet, d.h. einem von Allah gesandten Wegweiser zum Hidayet, möglich. Die Taha Sure 123 drückt wieder die gleiche Wahrheit aus. Allahû Tealâ sagt:
TAHA-123:  "Los, steigt alle von dort herab, als Eure gegenseitigen Feinde steigt herab. Zu Euch wird in der Zeit, in der Ihr lebt, unser Wegweiser zum Hidayet kommen, derjenige, der diesem Wegweiser zum Hidayet sich ergibt, wird unbedingt vom Dalalet befreit und geht auch nicht in die Hölle" .
 Wann also werden wir vom Dalalet befreit? In dem Moment, in dem wir uns dem Wegweiser zum Hidayet ergeben. Der Punkt, an dem wir vom Dalalet befreit werden ist eben dieser. Wann machen wir den Schritt zum Hidayet? Eben an diesem Punkt. Dem Punkt, an dem wir mit dem Hidayet beginnen. Die Befreiung des Menschen vom Dalalet und der Schritt hin zum Hidayet geschieht unter diesen Bedingungen.
Hidayet ist das Erreichen Allahs durch den menschlichen Geist vor dem Tod. Leider gebrauchen die Kur'an-i Kerim Übersetzungen den Begriff "richtigen/geraden Weg" für "Sirat-i Mustakiym" und gleichsam wird Hidayet mit "richtiger/gerader Weg" übersetzt. Obwohl Hidayet kein Weg ist. Hidayet ist das Erreichen Allahs durch den menschlichen Geist nach Passieren der sieben Himmelsstufen auf einer Reise, die den Namen "Seyri Sulûk" trägt. Drei Verse sagen uns folgendes:
KEHF-17: "Wen Allah zu sich geführt hat (wessen Geist Er zu sich geführt hat), der hat mit Sicherheit das Hidayet erlangt. Und wer in das Dalalet gefallen ist, für denjenigen lässt sich kein heiliger Mürschid finden".
   ÂL-I IMRAN-73: "Sage, dass mit Sicherheit Hidayet das Erreichen  Allahs ist. (Das Erreichen Allahs des Geistes vor dem T od)."
 BAKARA-120: "Solange Du Dich nicht ihrer Religion ergibst (folgst) werden weder die Juden noch die Christen niemals mit Dir übereinstimmen. Sag, dass:" Es ist sicher, dass das Erreichen Allahs Hidayet ist" . Falls Du nach all dem Wissen, das Dich erreicht hat, ihren Lüsten folgeleistest, so sei von Allah für Dich weder ein Freund noch ein Helfer..."
 Somit ist Hidayet das Erreichen Allahs durch den menschlichen Geist. Und es scheint, als ob unsichtbare Hände in Aktion getreten sind, um diesen Begriff (den Begriff des Erreichens Allahs durch den menschlichen Geist vor dem Tod) verschwinden zu lassen und in allen Kur'an-i Kerim Übersetzungen das Wort Hidayet als den geraden Weg verzeichnet haben. Wohingegen Hidayet, wie wir gesagt haben, kein Weg ist. Es ist der Prozeß, das Phänomen des Erreichen Allahs auf einem Weg, auf dem Sirat-i Mustakiym. Hidayet, d.h. das Erreichen Allahs durch unseren Geist wurde uns neun mal zum Gebot gemacht.
 

7.3. Im Hidayet sein, im Dalâlet sein
Sie sollen wissen, dass es vor Allah nur zwei Arten Mensch gibt:
 1. Diejenigen, die im Hidayet sind und

 2. jene, die im Dalâlet sind.

 Der Mensch ist von dem Zeitpunkt an, an dem er auf die Welt kommt, im Dalâlet. Bis zu dem Tag, an dem er seinen Wegweiser zum Hidayet erreicht, ist er im Dalalet. Jeder also, der seinen Mürsid nicht erreicht und nicht vor seinem Mürschid das Bußgebet spricht, ist im Dalâlet. Das sagen nicht wir. Der Kur'an-i Kerim sagt das.

 Sehr geehrte Zuständige der Religionsfragen: Wir wissen, dass Sie uns von Büchern sprechen werden. Und Sie werden sagen: "In unseren Büchern steht, dass diejenigen, die die fünf Bedingungen (Pfeiler) des Islams erfüllen, im Hidayet sind".

 Aber der Kur'an-i Kerim schreibt nicht so, er schreibt was wir sagen. Und aus diesem Grund kümmern uns diese Bücher und deren Autoren überhaupt nicht.

Es bedarf keiner langen Worte.

Hier die zehn Ayets (Verse):

 1. KASAS-50: "fein lem yesteciybû leke fa'lem ennemâ yettebi'ûne ehvâehüm, ve men edallü mimmenitteb'a hevâhü bigayri hüden minallah, innallahe lâ yehdiylkavmezzâlimiyn".

 "Mein Habib [Prophet Mohammed S.A.V.], wenn sie deiner Einladung nicht folgen, wisse dass sie sich ihren Lüsten und Wünschen ergeben. Wer sich ohne dem von Allah kommenden Einladenden zu ergeben, seinen eigenen Lüsten und Wünschen (d.h. seiner Seele ergibt), gibt es jemanden der mehr im Dalalet ist als diese Person?" .

 2. KEHF-17: "Men yehdillâhü fehüvelmühted..."

 "Wen Allah zu sich führt, derjenige erreicht das Hidayet".

 "ve men yudlil felen tecide lehü veliyyen mürschidâ"

 "Und derjenige, der im Dalâlet bleibt, sich im Dalâlet befindet, für diese Person lässt sich kein heiliger Mürschid finden".

 3. TAHA-123: "kaâlehbitâ minhâ cemiy'an ba'duküm liba'din adüvv, feimmâ ye'tiyenneküm minniy hüden femenittebe'a hüdâye felâ yadillu ve lâ yeschkâa"

 "Los, steigt alle von dort herab, als Eure gegegenseitigen Feinde steigt herab. Zu Euch wird in der Zeit, in der Ihr lebt, unser Wegweiser zum Hidayet kommen, diejenigen, die sich diesem Wegweiser zum Hidayet ergeben, bleiben nicht im Dalalet,(erreichen das Hidayet) und werden auch nicht von den Schaki".

 4. CASIYE-23: "efere'eyte menittehaze ilâhehü hevâhü ve edallehullahü alâ ilmin ve hateme alâ sem'ihi ve kalbihi ve ce'ale alâ basarihi gischaveh, femen yehdiyhi min ba'dillâh, efelâ tezekkerûn"

  "Mein Habib, siehst Du nicht diejenigen, die ihre (Seele), Gelüste sich zu Götzen gemacht haben (sich ihrer Seele, ihren Gelüsten ergeben haben)? Allah hat sie mit ihrem Wissen im Dalâlet gelassen und ihre Herzen und den "Semi"-Sinn (Hörsinn) ihrer Herzen versiegelt und über den "Basar"-Sinn (den Sehsinn des Herzens) einen Schleier namens "Gischavet" getan(gezogen), wer führt sie nach Allah zum Hidayet (führt sie zum Hidayet, wenn nicht Allah)? Erwägen sie das nicht? "

 5. CUMA-2: "hüvelleziy be'ase fiyl'ümmiyyiyne resûlen minhüm yetlû aleyhim âyâtihi ve yüzekkiyhim ve yü'allimühümülkitâbe velhikmete ve in kânû min kablü lefiy dalâlin mübiyn"

  "Er ist es (Es ist Allah), der unter den Analphabeten von ihnen Resûls (Propheten oder Mürschids) zum Leben bringt. Das sie den Menschen ( ihres Volkes) , (in ihrer Sprache) die Verse Allahs vorlesen, ihre (Seelen) zur Tezkiye-Stufe reinigen, ihnen das Buch lehren, ihnen das Hikmet lehren (Allahs Wissen). Bevor sie sich diesen Mürschids, diesen Resûl ergeben hatten, waren sie offenkundig im Dalâlet".

6. AL-I IMRAN-164: "lekad mennallahü alelmü'miniyne iz be'ase fiyhim resûlen min enfüsihim yetlû aleyhim âyâtihi ve yüzekkiyhim ve yü'allimühümülkitâbe velhikmeh, ve in kânû min kablü lefiy dalâlin mübiyn"

"Ich schwöre, dass wir einen Resûl unter ihnen in ihrer eigenen Zeit zum Leben bringen (erschaffen), um über den Mü'min ein Nimet (Segen) zu sein, er unter ihnen die Verse Allahs rezitiert, sie zur Tezkiye-Stufe reinigen und ihnen das Buch und das Hikmet (Allahs Wissen) lehrt. Davor (bevor sie diesen Mürschid noch nicht erreicht hatten) waren sie offenkundig im Dalâlet...".

 7. AHKÂF-32: "ve men lâ yücib dâ'iyallahi feleyse bimu'cizin fiyl'ardi ve leyse lehü min dûnihi evliyâ', ülâike fiy dalâlin mübiyn"

"Jenen, die sich nicht denen ergeben, die Allahs Einladung    überbringen, die zu Allah einladen (rufe ich zu sagt Allahu Teâla).    Glauben sie, dass sie Allah auf Erden hilflos lassen werden? Wohingegen  auch  sie keinen Freund ausser Allah haben. Sie sind ganz offenkundig im Dalâlet  (da sie sich nicht denjenigen, die zu Allah laden, ergeben haben)".

 8. NAHL-36: "ve lekadbe'asena fiy külli ümmetin resûlen eni'büdullahe vectenibûttâguût. feminhüm men hedallahü ve minhüm men hakkat aleyhiddalâleh.."

"Wir bringen in allen Religionsgemeinschaften einen  Resûl   zum Leben. Diese Resûl befreien (die in diesen Völkern  lebenden   Menschen) von der Knechtschaft Satans und machen sie zu Dienern  Allahs. Und  ein Teil haben das Dalâlet verdient ( da sie diesen Resûls  und  Mürschids sich nicht ergaben)".

 9. ZÜMER-23: "...zâlike hüdallahi yehdiy bihi men yeschâ..."

 "Eben das ist Allahs Hidayet, so dass Allah damit diejenigen, die Er wünscht, das Hidayet erreichen lässt".

 "ve men yudlilillâhü femâ lehü min hâd"

"Und wen Er im Dalâlet lässt, für diejenige Person gibt es kein Wegweiser zum Hidayet (Mürschid)".

 10. ARAF-186: "men yudlilillâhü felâ hâdiye leh, ve yezerühüm fiy tugyânihim ya'mehûn"

 "Wen Allah im Dalâlet lässt, für diejenige Person gibt es keinen Wegweiser zum Hidayet (Mürschid). Allah lässt diese Person in ihrem Ungehorsam in einem verblüfften Zustand".

 Der Heilige Abdülkadir Geylâni Hz. präsentiert in seinem Buch "Sohbetler" die unten stehenden Tatsachen:

 Seite 275: Solange Ihr nicht Allahs Buch, Resulullahs Sittlichkeit und den Mürschids folgt, werdet Ihr niemals die Erlösung erlangen.

 Seite 188: Du Nefs und Geschöpf seiner lüsternen Natur, Du gibst Dich mit Deinen eigenen Ansichten zufrieden, hast keinen Meister, Mürschid, der Dir die Wahrheiten beibringt und Dich erzieht.

Seite 201: Schließe Dich den Sadiks (Treuen) und Salihs (Heiligen der höchsten Stufe) an, gehe unter sie, wenn Du nicht unterscheiden können solltest, wer Salih und wer ein Heuchler ist, dann stehe in der Nacht auf und bete das Namaz- Gebet (Salat) von zwei rekat Länge und sage: "Mein Rabb, zeige mir deine Diener der Salih-Stufe, zeige mir die Menschen, die mir beim zu Dir Kommen den Weg weisen".

Die Wahl des Mürschids ist nicht die des Geschöpfes, sondern die von Allah.

 FATIHA-5: "Iyyake na'büdü ve iyyake nesteiyn."

 "Nur Dir werden wir zum Diener und nur von Dir verlangen wir die Istiane (eine spezielle Hilfe, die von Allah erbeten wird)".

 FATIHA-6: "Ihdinassirâtal mustakiym."

 "Lass uns den Sirat-i mustakiym (den Weg der den Geist zu Allah führt) erreichen".

Das bedeutet, dass wir von Allah die Istiane verlangen, damit  Er  uns den Sirat-i Mustakiym erreichen lässt. Die Istiane ist eine Hilfe,  um die man nur Allah bitten kann. Und ihr Ziel ist es, die Person zu erbitten,   die einen zum Sirat-i Mustakiym führt.

Die Istiane wird mit dem Namaz-Gebet (Hacet Namaz) und mit Geduld erbeten.

 BAKARA-45: "Veste'iynu bissabri vessalât ve inneha lekebiyretün illâ alel haschi'iyne".

 "Mit Geduld und mit Namaz(Hacet Namaz) verlangt die Istiane (nur von Allah) und das ist eine schwere Arbeit. Aber für die Eigner des Huschu (Demut) ist es keine schwere Arbeit. (D.h. den Eignern des Huschu wird es sofort gezeigt)".

 MAIDE-35: " Vebteguu ileyhil vesileteh."

 "Verlangt (von Allah) den Anlass(wer immer es auch sein mag)( um Allah) zu erreichen".

 Man sieht, dass das Erreichen des Mürschids zum Gebot gemacht wurde, da solange die Person den Mürschid nicht erreicht hat, sie im Dalâlet ist.

 Wobei im Dalâlet zu sein zu einem bitteren Ende führt.
 
 

7.4. Die Situation eines Menschen im Dalâlet

Unter welchen Umständen kommt es dazu, dass ein Mensch sich im  Dalâlet   befindet? In der Casiye Sûre 23 gibt Allahû Tealâ  die Antwort  auf diese Frage. Wenn eine Person sich ihrer Seele ergibt, ist  diese Person  im Dalâlet. Unter welchen Bedingungen jemand ist, der  sich im Dalâlet  befindet, hat Allahû Tealâ offen formuliert.  In der Casiye Sure  23 sagt Er:

CASIYE-23: "Mein Habib! Siehst Du nicht diejenigen, die sich ihre Lüste und Wünsche zu Götzen gemacht haben? Wer seine Lüste sich zu Götzen macht, derjenige wird auf einem Wissen im Dalâlet gelassen".

 1- Das Herz dieser Person ist versiegelt- wurde von Allahû Tealâ versiegelt.

 2- Auch der Hörsinn im Herzen dieser Person ist versiegelt worden.

 3- Auf dem Sehsinn des Herzens dieser Person ist ein Schleier mit dem Namen "Gischavet".

  Das bedeutet, dass wer immer auch im Dalâlet ist, auf dem Herzen dieser Person der Hörsinn versiegelt ist und auf dem Sehsinn ein Schleier ist. Somit ist die Person, die das Hidayet nicht erreichen konnte, sich im Dalâlet befindet, ein Mensch, dessen Herz verschleiert und taub ist.
 
 

7.5. Diejenigen, die im Dalâlet sind, gehen in die Hölle

Und was geschieht, wenn ein Mensch im Dalâlet (Irrweg) ist? Ist das  wesentlich? Der Kur'ân-i Kerîm gibt die Antwort dieser Frage in offener Weise.

 Hier die Âyets (Verse):

 NISA-167,168,169: "Innelleziyne keferu ve saddu an sebiylillâhi, kad dallu dalalen ba'iyda. Innelleziyne keferu ve zalemu lem yekûnillâhü liyagfirelehüm. Ve lâ liyehdiyeküm tariykâa, illâ tariyka cehenneme. Halidiyne fiyha ebeda".

  "Sie sind es, die verflucht sind und die von Allahs Weg (vom Sirât-i Mustakiym, dem Weg der zu Allah führt) wegführen (verhindern).Ich schwöre, dass sie sich in fernem Dalâlet befinden. Mit Sicherheit sind sie auf einem Fluch. Allah wird ihre Sünden nicht in Gotteslohn wandeln (Magfiret) und sie nicht zum Tariyk (Tariyki Mustakiym, der Weg, der zu Allah führt) führen, sie wird Er nur zum Höllenweg führen (dem Weg, der zur Hölle führt)".

 ARAF-178: "Men yehdillahü fehüvel muhted ve men yudlil fe ulaikehümül hasirun".

"Wen Allah sich erreichen lässt, der erlangt das Hidayet, die, die Er im Dalâlet lässt sind diejenigen, die sich im Hüsran befinden (ihre Seelen ins Hüsran gebracht haben)".

MÜMINUN-103: " Ve men haffet mevâziynuhü fe ülaikelleziyne hasiru enfüsehüm fiy cehenneme halidun".

  "Und diejenigen, deren Waage zu leichtes wiegt...eben sie sind diejenigen, die ihre Seelen in das Hüsran stürzen, für alle Ewigkeit in der Hölle bleiben".

7/ ARAF-179: "Ve lekad zere'na li cehenneme kesiyren minelcinni vel'insi lehüm kulubün lâ yefkahune biha ve lehum a'yunun lâ yubsirune biha ve lehüm azanün lâ yesmeune biha, ülâike kel'en'ami belhüm edall, ülâike humülgaafilûn"

 "Wir haben die Hölle für die Mehrheit der Menschen und Dschinn erschaffen. Sie haben Herzen, aber können (damit) nichts wahrnehmen. Sie haben Augen (in ihren Herzen), aber können mit ihnen nicht sehen. Sie haben Ohren (in ihren Herzen), aber können mit ihnen nichts hören. Sie sind wie die Tiere, sogar noch mehr im Dalâlet als sie. Sie sind unbedacht (Gafil)".

 17/ISRA-97: "ve men yehdillahü fe hüvel muhtedi ve men yudlil fe len tecide lehüm evliyae mindunihi ve nahschurühüm yevmelkiyameti alâ vucuhihim umyen ve bükmen ve sümma, mevahüm cehennem".

  "Wen Allah Sich erreichen lässt, der erlangt das Hidayet, wen Er im Dalâlet lässt, für denjenigen gibt es keinen Freund ausser Ihm (Allah). Am Jüngsten Tag werden sie blind, taub und stumm mit ihrem Gesicht am Boden schleifend versammelt. Ihr Platz ist die Hölle".

18/KEHF-104,105,106: "elleziyne dalle sa'yuhüm fiy hayateddünya ve hüm yahsebune ennehüm yuhsinuna sun'a. Ülaikelleziyne keferu biayatihi rabbihim ve likaihi fe habitat amalühüm felâ mukiymu lehüm yevmel kiyameti vezna. Zalike cezaühüm cehennemü bima keferu vettehazu âyâtiy ve rusuliy hüzüva".

  "Sie sind es, die bei ihrer weltlichen Tätigkeit im Dalâlet sind. Und sie rechneten sich aus, das beste Verhalten dargelegt zu haben. Sie haben die Verse ihres Rabbs und die Zusammenkunft mit Allah (vor dem Tod ihren Geist zu Allah zu führen) bedeckt (verheimlicht). Ihre Taten sind ins Leere gelaufen. Für sie werden Wir am Jüngsten Tag keine Waage halten. Eben sie sind es, deren Strafe die Hölle ist, weil sie im Unglauben sind und sie Meine Âyets (die Verse Allahs) und Meine Resuls verhöhnt haben...".

25/FURKAN-34: "elleziyne yuhscherune alâ vucuhihim ilâ cehenneme ülâike ferrün mekanen ve edallü sebiylâ".

 "Sie werden in der Hölle mit ihrem Gesicht auf der Erde schleifend versammelt. Ihr Platz ist schlecht. Und sie sind im Dalâlet ( durch abweichen von Allahs Weg)".

 36/YASIN-62,63: "Ve lekad edalle minküm cibillen kesiyra, efelem tekûnu takilun. Hazihi cehennemülletiy küntüm tuadün".

  " (Satan hat), so schwöre Ich, die Mehrheit von euch ins Dalâlet stürzen lassen. Kommt ihr immer noch nicht zur Besinnung. Eben das ist die euch versprochene Hölle".

 54/KAMER-47,48: "Innelmücrimiyne fiy dalalin ve süur yevme yüshabune fiynnari alâ vucuhihim zukuu messe sekar".

  "Mit Sicherheit sind die Verbrecher (Mücrim) im Dalâlet und werden in wütendem Feuer sein. An dem werden sie auf ihren Gesichtern zum Feuer geschleift und es wird ihnen "kostet die Hölle" gesagt".

 MÜMIN-50: "Kaâlû evelem tekü te'tiyküm rüsülüküm bilbeyyinât, kaâlû belâ, kaâlû fed'û, ve mâ dü'âülkafiriyne illâ fiy dalâl".

"(Die Höllenwärter) sagen: "Sind zu Euch Eure Resûl nicht mit offenen Beweisen gekommen?" Sie sagen:" Ja (sie kamen)". "Also", sagen sie, "betet". Die Gebete der Kafirs (Ungläubige) sind umsonst. Sie sind nur diejenigen, die im Dalâlet sind".

 Wie man sieht, werden diejenigen, die im Dalâlet sind, in die Hölle gehen. Ist es somit nicht notwendig, dass, um alle Menschen zum Hidayet zu führen, die Religionslehrenden (nicht Hindernis, sondern) hilfegebend sind?

Und was ist mit den Lehrenden selbst?
 
 

7.6. Der Mensch kann das Hidayet alleine nicht erreichen

Wie wird wohl dieser Mensch das Hidayet erreichen, wie wird wohl der Mensch  ein Geliebter Allahs, welcher ist der benötigte Weg? Wir möchten  dieses Kapitel mit der Beantwortung dieser Fragen beginnen.

Welcher ist der erste Eid, den der Mensch Allah gegenüber geleistet hat, der erste Eid, den man unbedingt erfüllen muss? Die Tezkiye-Reinigung der Seele. Denn solange die Seele nicht gereinigt wird, kann der Geist Allah nicht erreichen. Und solange der Geist Allah nicht erreicht, kann der menschliche Körper nicht zum Diener Allahs werden. Somit steht am Anfang die Tezkiye-Reinigung unserer Seele. Wenn es nicht zur Tezkiye der Seele kommt, ist diese Sache unter keinen Umständen möglich. Was machen wir also, um unsere Seele zu reinigen? Warum habe ich diese Frage gestellt? Würde ein Mensch, der sich in sein Haus zurückzieht, den Kur'ân-i Kerim liest, all seine Gottesdienste alleine verrichtet, wohl seine Seele selber reinigen können? Nein, kann er nicht. Niemand kann seine Seele selber reinigen In unserem Kur'ân-i Kerim sagt Allahû Tealâ uns mit drei Versen diese grosse Tatsache. Die Nisa Sure 49, unser grosser Rabb gebietet:

NISA-49:   "Mein Habib, siehst Du nicht diejenigen, die behaupten ihre Seelen gereinigt zu haben? Nein, das ist nicht der Fall. Niemand kann sich selber seine Seele reinigen, nur Allah reinigt die Seele derer, die er wünscht".

  Der zweite Vers ist die Necm Sure 32. Unser grosser Rabb gebietet:

 NECM-32: " Sie sollen nicht umsonst sagen, dass sie ihre Seelen gereinigt hätten. Denn Allah kennt die Eigner der Takva".

  Der dritte Vers ist die Nur Sure 21:

NUR-21: "Würde nicht das Fazl und das Rahmet (Lichter Allahs) über Euch sein, könnte niemand unter Euch Eure Seelen reinigen, für alle Ewigkeit",

 sagt Allahû Tealâ. Diese drei Verse zeigen uns drei grosse Tatsachen.

  Die erste Tatsache: Niemand kann seine Seele selber reinigen.

  Die zweite Tatsache: Nur Allah reinigt die Seelen derer, die Er will.

 Die dritte Tatsache: Allah reinigt die Herzen derer, die Er will durch das Senden des Rahmet-Lichtes, des Salâvat-Lichtes und des Fazl-Lichtes zum Seelenherzen dieser Person.

 Somit ist die Nefs-i Tezkiye (Tezkiye-Reinigung der Seele) nur durch das Erreichen des Herzens dieser Person durch Allahs Rahmet-Licht möglich.

7.7. Die Hilfe der Propheten

Hier sehen wir, dass Allahs Rahmet uns nicht durch Autodidaktik, durch eigene Fortbildung, durch eigene Anstrengungen erreicht. Wir benötigen mit Sicherheit Andere, die Allah beauftragt hat. Wer ist bloß derjenige,  der diese Reinigung der Seele, die wir nicht alleine vollbringen können,  bei uns vervollständigen wird? Die erste Antwort auf diese Frage, die wir bekommen, sind die Propheten. Und Allahû Tealâ sagt in der Bakara Sûre 150:

 BAKARA-150: " Fürchtet Euch nicht vor den Anderen, fürchtet Euch vor Mir und macht es so, dass Ich Mein Nimet(Segen) über Euch vervollständige und Ihr somit das Hidayet erreicht (Ihr Euren Geist vor dem Tod zu Allah führt)".
 
 

Die Aussage Allahû Tealâs "Mein Nimet vervollständige und Euch zum Hidayet führe" ist die Basis dieses Verses. Was ist also notwendig damit wir das Hidayet erreichen können?

 Die Antwort auf diese Frage ist in der Bakara Sure 151. Allahû Tealâ sagt:

 BAKARA-151: "(In diesem Zusammenhang, d.h. um Euch zum Hidayet zu führen) haben Wir, Ihr Sahabe, einen Propheten gesandt".

Dieser Propet ist unser Prophet (SAV). Allahû Tealâ zählt seine Aufgaben auf. Wir lernen, dass seine erste Aufgabe das Vorlesen von Âyets(Verse) aus dem Kur'ân-i Kerim zu den Ergebenen (Sahabe) ist .

Seine zweite Aufgabe ist, wie wir lernen, die Tezkiye-Reinigung der Seelen der Sahabe durchzuführen, seine dritte Aufgabe ist , der Sahabe das Buch zu Lehren, seine vierte Aufgabe ist das Lehren des Hikmet und seine fünfte Aufgabe ist das Wissen über das Hikmet hinaus, Dinge die sie noch nicht wissen, zu lehren. Das bedeutet, dass unser Prophet S.A.V. damit beauftragt wurde, die Seelen der Sahabe zu reinigen. Es ist Allah, der die Seelen reinigt, aber diese Reinigung verwirklicht Er durch Verwendung von Menschen (Propheten und Mürschids) als Mittel.
 
 

7.8. Die Hilfe der Mürschids

Das bedeutet, dass der Vorgang, den wir als die Tezkiye (Reinigung) der   Seele bezeichnen, die Möglichkeit des Menschen seine Seele zu reinigen,   würden wir zu Zeiten unseres Propheten S.A.V. leben, durch die Ergebung   zu unserem Propheten verwirklicht werden. Er würde unsere Seele reinigen.   Sprechen wir nun von einer grossen Tatsache. Alle Menschen haben bezüglich   der Tezkiye ihrer Seele Allah gegenüber einen Eid geleistet. Aber ein   Teil der Menschen lebte zu Zeiten der Propheten und ein Teil der Menschen   lebt nicht in der Zeit der Propheten. Eben vor zweitausend Jahren war Hz.   Jesus Prophet, 600 Jahre darauf unser Prophet S.A.V. und seit 1400 Jahren   ist die Welt ohne Propheten. Somit haben die Menschen, die zu Zeiten der Propheten gelebt haben, durch die Ergebung ihnen gegenüber und durch Leistung des Biats (Bußversprechen) die Reinigung der Seele vollendet. Aber die, die in der Zeit nach den Propheten leben, die nicht im Zeitalter der Propheten leben, wie werden sie die Reinigung ihrer Seelen vollenden, wo keine Propheten da sind? Zunächst möchte ich zwei Namen Allahû   Tealâs (Esma) erwähnen. Der eine ist El-Hakk. Allahû Tealâ   verwirklicht mit Sicherheit das Recht, lässt es nicht treten, lässt   jedem sein Recht zukommen. Der Zweite ist El-Adl. Allah ist das unendliche   Sinnbild für die Gerechtigkeit. Deren größtes Sinnbild, Er   handelt nie ohne Gerechtigkeit. Somit kann es nie der Fall sein, dass aufgrund   dessen, dass manche Menschen nicht im Zeitalter der Propheten leben, sie nicht ihre Eide einhalten können. Dass auch sie ihre Eide einhalten können, wird Allahû Tealâ mit Sicherheit einen Umstand (Grund) schaffen. Wir sehen, dass das in jedem Zeitalter vorhanden ist, dass auch ausser den Propheten bestimmte Menschen damit beauftragt sind, die übrigen   Menschen zum Hidayet zu führen.
 

  7.8.1. Die Hilfe der Mürschids für das Erreichen Allahs

Eben jene unter ihnen, die damit beauftragt sind, zu Allah zu führen- und das erste Merkmal der Mürschids ist es andere Menschen Allah erreichen zu lassen- sieht man in der Secde Sure 24. Allah sagt:

SECDE-24:  "Von ihnen haben wir Imame (Mürschids, Wegweiser) bestimmt. Mürschids, die mit unserem Befehl zu Allah führen. Aufgrund ihrer Geduld und ihrer Nähe zu unseren Versen".

  Weshalb wird von den Menschen verlangt, dass sie den Versen nah sind? Weil es nicht möglich ist, ohne den Versen nahe zu sein, die Verse Allahs den Menschen vorzulesen, sie zu interpretieren und sie auf die Art und Weise zu erklären, dass sie sie verstehen können. Alle Menschen können die Müteschabih Verse des Kur'ân-i Kerim nicht verstehen. So sehr ein Mensch auch in der Wissenschaft verwurzelt sein mag, er kann trotzdem die Müteschabih Verse des Kur'ân-i Kerim nicht verstehen. Die Fähigkeit eines Menschen, die Müteschabih Verse des Kur'ân-i Kerims zu verstehen, ist daran gebunden, dass er Ulûl Elbab ist. Das bedeutet, gebunden zu sein an das Erreichen des immerwährenden Zikirs (Wiederholen Allahs Namen im Herzen). Eben dieses Thema wird in der Al-i Imran Sure 7 folgendermaßen erzählt. Unser grosser Rabb gebietet:

 "Unsere Verse in Unserem Kur'ân-i Kerim sind

 1. Muhkem Verse,

 2. Müteschabih Verse":
 
 

Die Muhkem Verse (Verse deren Aussage klar, eindeutig sind) sind Verse, die einen Teil des Ümmül Kitab . Wenn wir zu den Müteschabih Versen kommen, so weiss um deren Bedeutung niemand außer Allah (nur Allah weiß um sie). Diejenigen, die in ihren Herzen Bösheit haben, möchten unter Verwendung dieser Verse Menschen spalten (und Menschen gegeneinander aufhetzen und Feindschaft unter sie sähen). Die Rasihun hingegen, die im Wissen verwurzelt sind, sagen "wir sind sicher (glauben fest), dass die Müteschabih Verse von Allahs Gegenwart kommen. Aber (so sehr sie im Wissen verwurzelt sein mögen) auch die Rasihun können die Müteschabih Verse nicht verstehen. Diejenigen, die die Müteschabih Verse des Kur'ân-i Kerims verstehen können sind einzig und allein diejenigen, die Ulûl Elbab sind".

 Sind also diejenigen, die das immerwährende, unendliche Zikir erreicht haben, denn bei der Beschreibung der Ulûl-Elbab sagt Allahû Tealâ in der Al-i Imran Sûre 191:

AL-I IMRAN-191: "Diese (von Uns als) Ulûl-Elbab (bezeichneten Menschen), sie wiederholen ständig Allahs Namen während sie sitzen, stehen und liegen".
 

7.8.1.1. Was sind die grundlegenden Merkmale der Mürschids?

1. Allah hat sich ihm mit seinem Rahim (barmherzig) Esma (Namen) offenbart.

 YUSUF-53: "ve mâ überriü nefsiy, innennefse le'emmâretün bissûi illâ mâ rahime rabbiy" .

 "Mein Rabb, ich kann meine Seele nicht entlasten (nicht freisprechen), denn meine Seele befiehlt mir die Sünde, aber die Seelen, die mein Rabb mit dem Rahim (Namen) offenbarte, sind ausgenommen..."

2. Das Vakra (ein Hindernis in den Ohren des Herzens, welches das Hören der Verse Allahs verhindert) über den Ohren des Mürschids wurde aufgehoben. Aus diesem Grund hat der Mürschid durch das Hören der Worte seines Mürschids das Irschad (das Einhalten der drei Eide) erreicht.

 3. Das "Ekinnet" des Herzens des Mürschids ist aufgehoben und anstelle dessen wurde das "Ihbat" gesetzt. Somit hat Er durch das Verstehen der Worte des Irschad (seines Mürschids) das Irschad erreicht.

"Unser grosser Rabb sagt, dass in Herzen und Ohren jener das Ekinnet und das Vakra getan wurde, die andere am Weg Allahs hindern".

ISRA-45: "Ve izâ kara'tel kur'âne ce'alnâ beyneke ve beynelleziyne lâ yü'minûne bil'ahireti hicaben mestûrâ."

  "Während Du den Kur'ân liest, ziehen Wir zwischen Dir und Jenen, die nicht an das Jenseits (Ahiret) glauben, einen geheimen Schleier".

ISRA-46: "Ve cealna alâ kulûbihim ekinneten en yefkahuhü ve fiy âzânihim vakra, ve iza zekerte rabbeke fiyl Kur'âni vahdehü vellev alâ edbârihim nüfura".

  "Wir positionieren ein Hindernis(Ekinnet) auf ihre Herzen, damit sie nicht verstehen und in ihre Ohren ein Gewicht (Vakra) ( um zu verhindern, dass sie dich hören). Wenn Du die Einheit deines Rabbs im Kur'ân erzählst, dann drehen sie mit Hass ihre Rücken zu..."

 Dass diejenigen, die nicht an das Jenseits glauben, jene sind, die Andere am Eintreten in Allahs Weg zurückhalten, sagt die Hud Sure 19:

 HUD-19: "Elleziyne yasuddune an sebiylillâhi ve yebguûnehâ iveca, ve hüm bilahireti hüm kafirun":

 "Sie sind es, die vom Weg andere zurückhalten und ihn biegen möchten. Sie sind diejenigen, die nicht an das Jenseits glauben".

 HAC-54: "Ve liya'lemelleziyne utûl'ilme enne hülhakku min rabbike fe yu'minû bihi fetuhbite lehu kûlûbühüm. Ve innallahe lehadilleziyne âmenû ilâ Siratin Mustakiym" .

 "Damit diejenigen, denen Wissen gegeben wurde, wissen, dass das ein Recht von ihrem Rabb ist, und damit sie daran glauben, wird in ihre Herzen das Ihbat gegeben ( eine Erweisung, die das Verstehen gewährleistet). Und mit Sicherheit lässt Allah diejenigen, die Amenu (an das Erreichen Allahs glauben) geworden sind den Sirat-i Müstakiym (den Weg der zu Allah führt) erreichen".

 Da der Mürschid unbedingt Allah erreicht hat, ist mit Sicherheit das Vakra seiner Ohren entfernt worden und das Ekinnet entfernt und durch das Ihbat ersetzt worden.

 4. In das Herz der Mürschids hat Allah das Hidayet getan und dieses Hidayet hat das Herz des Mürschids zu Allah gedreht.

 TEGABÜN-11: "mâ esâbe min nusiybetin illâ bi'iznillâh ve men yü'min billâhi yehdi kalbeh...".

 "Solange es Allah nicht erlaubt, kommt es zu keinem Unglück! Wer Allah Amenu wird, in dessen Herzen wird Hidayet getan".

 KAF-33: "men haschiyerrahmâne bilgaybi ve câe bilkalbin müniyb".

  "Die Person, die im Gayb (unsichtbare Welt) gegenüber Rahman Ehrfurcht (Huschu) empfindet und mit einem (zu Allah) gedrehten Herzen (zu Allahs Gegenwart) kommt".

5. Alle Mürschids sind Heilige, sind also Allah ein Freund geworden. Sie haben ihren Geist Allah ergeben. Das ist die erste Ergebung.

 KEHF-17: "men yehdillâhü fehuvelmühted, ve men yudlil felentecide lehü veliyyen mürschidâ".

"Wen Allah sich erreichen lässt, der erreicht das Hidayet, und wen Er im Delâlet (lässt), für denjenigen lässt sich kein heiliger Mürschid finden!".

 6. Allen Mürschids wurde im Indi Ilâhi (der höchste Punkt des Universums in der siebten Himmelsstufe) ein goldener Thron als Geschenk gegeben und Allah wurde ihnen zum Freund.

ENAM-126: " ve hâzâ sirâturabbike müstekiymâ kâd fassalnel'ayâti likavmin yezzekkerû".

"Eben das ist der Sirat-i Mustakiym deines Rabbs. Allah offenbart seine Verse für eine Gemeinschaft die erörtert".

ENAM-127: "lehüm dârüsselâmi inde rabbihim ve hüve veliyyühüm bimâ kânû yâ'melûn".

"Für sie gibt es vor Allahs Gegenwart eine Ergebungsstätte und Allah ist deren Veli (Freund) geworden wegen ihren Taten".

7. Der Mürschid ist der Besitzer des Zühd. Durch das Erreichen des unendlichen, immerwährenden Zikirs (Wiederholen Allahs Namen) hat er Allah bewiesen , dass er dem zikirfreien Zustand keinen Wert beimisst (Zahid ist).

YUSUF-20: "ve serevhü bisemenin bahsin derâhime ma'dudeh, ve kânû fiyhi minezzâhidiyn".

  "Sie haben Yusuf zu einem wertlosen Preis für ein paar Dirhem (alte arabische Münzen) verkauft. Sie waren Yusuf gegenüber zahid".

 8. Der Mürschid hat seinen physischen Körper Allah ergeben und ist von den Muhsin geworden (die Heiligenstufe in der der physische Körper ergeben wird). Das ist die zweite Ergebung.

 NISA-125: "ve men ahsenu diynen mimmen esleme vechehü lillâhi ve hüve muhsinun vettebe'a millete ibrâhiyme haniyfâ, vettehazallahü ibrahime haliylâ".

 "Es ist die Person, die ihren physischen Körper (Vech) Allah ergeben hat und von den Muhsin geworden ist. Wen gibt es in der Religion, der vollkommener ist. Der Religion Abrahams hat er sich als Hanif ergeben...und Allah machte Abraham geliebt (zum Freund)".

 9. Der Mürschid ist der Besitzer des immerwährenden Zikirs. Ihm ist die grosse Ehre zuteil geworden, Ulûl Elbab zu sein.

 ALI IMRAN-190: "inne fiy halkissemâvâti vel'ardi vahtilâfilleyli vennehâri leâyâtin liûlil'elbâb".

"Für die Ulûl Elbab gibt es bei der Schöpfung der Himmel und der Erde und im Unterschied zwischen Nacht und Tag Verse".

 ALI IMRAN-191: "elleziyne yezkürûnallahe kiyâmen ve ku'ûden ve alâ cünûbihim, ve yetefekkerûne fiy halkissemâvâti vel'ard..."

 "Sie machen Zikir mit Allahs Namen (wiederholen Allahs Namen). Sie denken über die Schöpfung der Himmel und der Erde nach!".

 10. Der Mürschid hat mit Allahs Hilfe alle negativen Eigenschaften (Afets) (mit dem Licht, das Allah beim Zikir schickt) vernichtet und sich von allen negativen Eigenschaften befreit. Er ist der Besitzer einer reinen Seele geworden, die nur aus den Haslets, den positiven Eigenschaften und den Fazls, den positiven Eigenschaften des Geistes besteht. Er hat den Muhlis-Titel bekommen. Somit hat er auch seine Seele Allah ergeben. Somit hat er auch seine dritte und letzte Ergebung vollendet. Und ihm wurde die Ehre zuteil, Islâm zu sein (nach Allahs Definition).

 BEYYINE-5: "ve mâ ümirû illâ liya'büdullahe muhlisiyne lehüddiyne hünefâe ve yükiymussalâte ve yü'tüzzekâte ve zâlike diynülkayyime".

  "Sie wurden nicht befohlen, nur als Hanif in Allahs Religion wurden sie befohlen, um muhlis (reine, unverfälschte) Diener zu sein und Namaz zu beten und Almosen (Zekat) zu geben . Das ist eben die kayyim (unwandelbar, einzige, ubiquitäre) Religion".

 11. Der Mürschid hat das Irschad erreicht. Genauso wie die Sahabe das Irschad erreicht hat... Wie man weiß, waren auch die Sahabe Mürschids...

 HUCURAT-7: "va'lemû enne fiyküm resûlallah, lev yütiy'küm fiy kesiyrin minel'emri le'anittüm, ve lâkinnallahe habbebe ileykümül'iymâne ve zeyyenehü fiy kulûbiküm, ve kerrehe ileykümülküfrü velfüsûka vel'isyân, ülâike hümürraschidûn".

  "Wisst, dass mit Sicherheit der Resül Allahs unter Euch ist. Würde er den Wünschen, die von Euch kommen, folgen, würdet Ihr in Not geraten, jedoch hat Allah Euch dazu gebracht, das Iman zu lieben. Das Fisk (das Zurückfallen in das Dalâlet nach erreichter Erlösung), das Küfür (im Herzen geschrieben zu haben, im Dalâlet zu sein) und den Ungehorsam hat Allah Euch als widerwärtig gezeigt. Eben sie sind es, die den Irschad erreicht haben".

 12. Das Herzensauge und das Herzensohr des Mürschids sind geöffnet.

 KAF-37: "Inne fiy zâlike lezikrâ limen kâne lehü kalbün ev elkassem'a ve hüve schehiyd".

  "Mit Sicherheit gibt es für diejenigen, denen der Hörsinn des Herzens (dem Herzensohr) eingegeben wird und für diejenigen, die Schahid sind (mit ihrem Herzensauge durch Sehen bezeugen können) eine Warnung".

13. Der Mürschid ist der Eigner der drei Yakîn (Nähe)Stufen: Ilm'el Yakîn (die durch Wissenschaft erreichte Nähe), Ayn'el Yakîn (die durch Sehen der sieben Himmelsstufen, einschließlich der Grundstufe durch das Herzenauge erreichte Nähe) und Hakk'ul Yakîn (das Wissen, dass durch das Sehen Allahs gewonnen wird).

 1.- Ilm'el-Yakîn: Die Nähe, die man gewinnt, ohne dass das Herzensauge und Herzensohr geöffnet ist.

 TEKASÜR-5: "kellâ lev ta'lemûne ilmel-yakiyn"

 "Gebt Acht, hättet Ihr mit Ilm'el Yâkin (mit festem Wissen) gewusst..."

 2.- Ayn'el Yakîn: Das Sehen der Welt der Geschöpfe (das Sehen der Himmelsstufen bis zum Sidretül Münteha) mit dem Herzensauge, nachdem das Herzensauge eröffnet wurde.

 TEKASÜR-7: "sümme leteravünneha ayn'el-yakiyn"

 "Danach werdet Ihr es (mit dem Herzensauge) sehen, als Ayn'el Yakîn"

3.- Hak'kul-Yakîn: Nach Öffnung des Herzensauges das Sehen der Himmel, der Hölle und letztendlich das Sehen Allahs.

 EL-VAKIA-95: "inne haza lehüve hakk'ul-yakiyn"

 " Mit Sicherheit ist er Hakk'ul-Yakiyn".

 HAKKA-51: "ve innehûlehakk'ul-yakiyn"

 ";und mit Sicherheit ist er Hakk'ul-Yakîn".

 14. Der Mürschid ist derjenige, der nach der Ihlas-Stufe (vorletzte Heiligenstufe) durch das Nachsprechen der Worte Allahs die Tevbe-i Nasuh Türe durchschritten hat und die Salâh-Stufe erreicht hat. Er besitzt das Salâh-Nur (den Heiligenschein) rechts vor ihm. Und Allah hat seine Sünden bedeckt.

 TAHRIM-8: "Yâ eyyühelleziyne âmenû tûbû ilallahi tevbeten nasûha, asâ rabbüküm en yükeffire anküm seyyiâtiküm ve yüdhileküm cennâtin tecriy mih tahtihel'enhâru, yevme lâ yuhziyllahünnebiyye velleziyne âmenû ma'ahu, nûrühüm yes'â beyne eydihim ve bieymânihim".

 "Ihr Besitzer des Iman (des Glaubens), bittet zu Allah mit dem Nasuh Vergebungsgebet um Vergebung (durch Wiederholen dessen, was Allah sagt), so dass Allah Eure Sünden bedeckt und Euch in Paradiese setzt, durch die Flüsse ziehen. An dem Tag werden die Propheten und jene Besitzer des Iman, die mit ihnen zusammen sind, nicht bekümmert sein. Ihr Licht (Ihr Heiligenschein) wird vor ihnen und zu ihren rechten sein.

 15. Der Mürschid ist die Person, die zu Allah lädt und zu Allah führt.

 FUSSILET-33: "Ve men ahsenü kavlen mimmen deâ ilallâhi ve amile sâlihan ve kâle innenîy mînelmüslimûn":

  "Gibt es jemanden, der schönere Worte spricht, als jemand der zu Allah lädt und seine Seele reinigt und sagt, dass er mit Sicherheit von denen ist, die sich (Allah) ergeben haben?"

 SECDE-24: "Ve cealna minhüm eimmeten yehdune bi emrina"

  "Wir haben von ihnen Imame (Mürschids) bestimmt.. Damit sie auf Unseren Befehl hin (die Menschen) zum Hidayet (zu Allah) führen".

 16. Der Mürschid ist derjenige, der dem Bösen (schlechten Taten, Seyyiat) mit Gutem (guten Taten, Salihat) antwortet.

 FUSSILET-34: "Ve lâ testevil hasenetü velesseyyieh, idfa'billetî hiye ahsenü fe izellezî beyneke ve beynehû adâvetün keennehû veliyyün hamîm".

 "Die schlechten Taten und die guten Taten sind nicht gleich. Beuge die Bosheit mit dem Besten (mit der schönsten Handlungsweise) vor. Dann ist derjenige, der zwischen Dir und sich Feindschaft hat, mit Sicherheit ein enger Freund geworden".

 17. Der Mürschid ist der Besitzer der Geduld und des Hazzin-Azim (der unendlichen Glückseligkeit).

 FUSSILET-35: "Ve mâ yülakkâhâ illellezîne saberû, ve mâ yülakkâhâ illâ zû hazzin aziym".

 "Dahin, (die positive Eigenschaft zu haben, Schlechtem mit Gutem zu entgegnen) werden nur die Besitzer der Geduld (die ihre Seele von allen negativen Eigenschaften einschliesslich der Ungeduld befreit haben und die positiven Eigenschaften ihres Geistes erreicht haben) und des Hazzin-Azim geführt".

 18. Der Mürschid ist derjenige, der von Allah zur Irschad-Aufgabe bestimmt wurde. ( Er führt die Menschen zum Hidayet, besitzt Geduld und ist den Versen Allahs nah).

 SECDE-24: "Ve cealna minhüm eimmeten yehdune bi emrina lemmâ saberû ve kânû bi ayatina yûkinuûn".

  "Wir haben von ihnen (den Menschen) Imame (Mürschids) bestimmt.. Damit sie auf Unseren Befehl hin (die Menschen) zum Hidayet (zu Allah) führen. Wegen ihrer Geduld und weil sie unseren Versen nahe stehen (Ilmen-Yakîn, Ayn'el-Yakîn, Hakk'ul-Yakîn)".

 19. Der Mürschid ist derjenige, der der Person mehrmals gezeigt wird, die durch das Beten des Hacet Namaz denjenigen von Allah erfrägt, der sie zum Sirat-i Müstakiym (da der Sirat-i Müstakiym zu Allah führen wird, eigentlich zu Allah führt) führen wird (ihr Mürschid).

Derjenige ist Mürschid, den Allah der um ihren Mürschid bittenden Person zeigt.

 Wenn die Person das nicht glaubt, betet sie wiederholt das Hacet Namaz. Selbst wenn der Mürid (Schüler des Mürschids) jemand anderen erreichen möchte, wird jedesmal dieselbe Person gezeigt. Wenn er 100 mal beten würde, würde der von Allah gewählte Mürschid 100 mal gezeigt werden.

 Das bedeutet, wenn wir das unendliche Wiederholen Allahs Namen erreichen (Zikr-i Daim), dann werden wir nah zu den Versen Allahs sein. Warum? Weil Allahû Tealâ in dieser Stufe den Schleier im Herzen der Menschen öffnet und diesen Menschen die Eigenschaft gibt, Allahs Worte zu hören. Als wir die oben genannte Casiye Sûre 23  nannten, haben wir gesagt, dass die Menschen, die im Dalâlet sind:

 1.- Der Hörsinn ihrer Herzen versiegelt ist.

 2.- Der Sehsinn ihrer Herzen mit einem Vorhang bedeckt ist.

 Wenn wir eben das unendliche, ständige Zikir erreicht haben, führen die von Allah aufgrund des ständigen Zikirs zu unserem Herzen kommenden Nur (Lichter) unser Herz zu einer unendlichen Helligkeit. Dann zieht Allahû Tealâ den Vorhang in unserem Herzen zurück und unser Herzensauge beginnt zu sehen. Dann öffnet Allahû Tealâ das Siegel auf unserem Hörsinn und der Diener beginnt die Worte Allahs, gemäß seiner Stufe, zu hören. Somit kann ein Mensch die Stufe, in der er die Dinge, die Allah uns zeigen möchte nur dann sehen, und die Dinge, die uns Allah hören lassen möchte nur dann hören, wenn er das Level des immerwährenden Zikirs erreicht hat. Da wir ohnehin jede dieser Stufen mit ihren Details erzählen werden, möchten wir dieses Thema, ohne Details zu nennen, hier schliessen. Derjenige, der diese Stufe Allahû Tealâs erreicht hat, die Stufe des ständigen Zikirs, ist jemand, der in seinem Herzen eine vollkommene Helligkeit erlangt hat. Er ist in der Lage, alles, was ihm Allah zeigen möchte, zu sehen. Gleichzeitig hört er alles, was Allah sagt. Und er ist auf der Stufe, in der er seine Mitteilungen machen kann (Teblig). Er ist auf der Stufe, in der er auch die Müteschabih Verse erklären kann. Eben nur derjenige kann ein Mürschid werden. Wenn Allahû Tealâ jemanden zum Mürschid macht, so ist dies jemand, der das ständige Zikir erreicht hat und nach dem ständigen Zikir die Ihlâs-Stufe erreicht hat. Alle negativen Eigenschaften seiner Seele sind verschwunden und diese Person bekommt von Allahû Tealâ ständig Eingebungen. Eben aus diesem Grund sagt Allahû Tealâ: "auf unseren Befehl hin zu Allah führende Mürschids". Das bedeutet, dass er von Allah Befehle bekommt. Und mit dem Befehl, den er von Allah bekommen hat, hat diese Person die Eigenschaft, die Menschen zu Allah zu führen. Und somit sehen wir, dass Allahû Tealâ zu unserem Propheten (SAV) wie folgt sagt, Furkan Sure 57:

FURKAN-57:  "Mein Habib, sag:"Ich will kein Entgelt von Euch. Mein Entgelt gehört Allah (bekomme ich von Allah). Aber ich möchte von Euch Leute, die den Weg, der zu Allah führt, gehen möchten".

 Das bedeutet, dass unser Prophet S.A.V. von allen Menschen, von der ganzen Sahabe möchte, dass sie einen Weg, der zu Allah führt, nehmen. Eben jene die möchten, dass solch ein Weg genommen wird in Zeiten, in denen keine Propheten sind, sind die Mürschids Allahs. Wie wir denn auch in der vorhin erwähnten Secde Sure 24 nur eine Eigenschaft des Mürschids aufzeigten, die Eigenschaft zu Allah zu führen. Wie? Durch Mitteilung seiner von Allah erhaltenen Eingebungen. Diese Menschen führen mit Allahs Befehl zu Allah. Und der Grund ist, dass sie den Versen Allahs nahe stehen, dass sie von Allah die Berechtigung bekommen haben, die Müteschabih Verse zu erläutern.

 Unser großer Rabb gebietet in der Rahman Sure 33 folgendes:

RAHMAN-33: "Ihr Menschen und Dschinn, versucht die Umwelt der Erde und der Himmel zu überqueren, ihr könnt es nicht, nur mit einem SULTAN".

  Das Erreichen Allahs durch den Geist wird durch das Überqueren der Himmel verwirklicht werden. Kein einziger Geist kann ohne die Hilfe eines Sultans, also eines Mürschids, den Eid, den wir Allah leisteten einhalten, also Allah erreichen. Folglich sehen wir, dass das Erreichen Allahs durch unseren Geist einzig und allein durch den Mürschid als Mittler verwirklicht werden kann.
 

7.8.2. Die Hilfe der Mürschids bei der Tezkiye-Reinigung der Seele

Wir sehen, dass es außer den Propheten Mürschids gibt, die mit der Seelenreinigung beschäftigt sind, die die Fähigkeit haben, die Tezkiye der Seele der Menschen zu machen. Sowohl die Cuma Sure 2, als auch die Al-i Imran Sure 164 erzählen uns die Irschad-Stufe mit den Worten Allahû Tealâs. Wenn wir auf die Helfer in der Irschad-Stufe kommen, sehen wir, dass das keine Propheten sind, sondern Mürschids. Allahû Tealâ sagt:

 "Ich schwöre, dass wir unter ihnen Resuls (Mürschids) zum Leben bringen, um den Menschen (über ihren Köpfen) ein Nimet zu sein und diese unter ihnen zum Leben gebrachten Mürschids:

 1-Lesen ihnen Unsere Verse, erzählen (lehren den Wortlaut des Kurâns).

 2- Führen die Tezkiye-Reinigung ihrer Seele durch.

 3- Lehren ihnen das Buch, d.h. den Geist des Kur'ân-i Kerims.

 4- Lehren ihnen Hikmet."
 
 

Wir sehen, dass mit vier Aufgaben das Thema abgeschlossen wird. Wohingegen, während wir von den Propheten berichteten, haben wir gesehen, dass ihre Aufgaben über diese vier hinausgehen und eine fünfte miteinschließt. Über das Hikmet hinaus, den Menschen das ihnen Unbekannte zu lehren. Das bedeutet, aufgrund der großen Befugnisse der Propheten sind sie mit fünf Aufgaben beauftragt. Die in jeder Zeit vorhandenen Mürschids hingegen sind mit vier Aufgaben vertraut worden, sie haben also geringere Befugnisse.
 
 

  7.8.2.1. Der Übergang vom Wortlaut zum Geist des Kur'ân-i Kerims

Hier gibt es noch einen anderen Punkt, auf den hingewiesen werden muss. Solange ein Mensch seine Seele nicht bis zur Tezkiye gereinigt hat (51%), kann er nicht vom Wortlaut zum Geist des Kur'ân-i Kerîms übergehen. Denn sowohl die Bakara 151 als auch Cuma 2 und Al-i Imran 164, beide drücken diese große Tatsache aus. Die erste Aufgabe der Mürschids und der Propheten ist die Verse des Kur'ân-i Kerims zu lesen, ihre zweite Aufgabe ist es, die Seelen zu reinigen, ihre dritte Aufgabe ist, den Kur'ân-i Kerîm zu lehren. Die erste und die dritte ist der Kur'ân-i Kerîm. Aber um von der ersten Aufgabe, dem Wortlaut des Kur'ân-i Kerîms zum Geist des Kur'ân-i Kerîms, d.h. der dritten Aufgabe überzugehen hat Allahû Tealâ ein Tor gesetzt. Das Tor der Tezkiye-Reinigung der Seele. Niemand kann den Geist des Kur'ân-i Kerims verstehen, bevor er nicht seine Seele gereinigt hat. Das bedeutet, dass wir zunächst unsere Seele bis zur Tezkiye reinigen müssen und nach der aufmerksamen Untersuchung der Verse des Kur'ân-i Kerîms und Reinigung der Seele können wir den ersten Geist des Kur'ân-i Kerîms verstehen. Der erste, zweite, dritte und vierte Geist des Kur'ân-i Kerîms repräsentieren das Lernen des Kur'ân-i Kerîms, der fünfte und sechste Geist das Lernen des Hikmet, der siebte Geist hingegen das uns Beibringen von Allahû Tealâ der Dinge, die über das Hikmet hinausgehen und uns unbekannt sind, das Salâh. Würden wir zu Zeiten unseres Propheten S.A.V. leben, hätte Er auch das Salâh erklärt und gelehrt. Somit beginnt diese von Allahû Tealâ erklärte wundervolle Abfolge von Vorgängen damit, dass ein Mensch zunächst, bevor er seine Seele reinigt, den Versen des Kur'ân-i Kerims zuhört, sie in vollem Umfang untersucht und in dieser Richtung einen Gedanken, einen Glauben fasst. Dann erreicht er den Mürschid oder diese Menschen erreichen die Propheten, die Propheten oder Mürschids reinigen ihre Seele (Tezkiye) und die Propheten lehren ihnen das ihnen unbekannte Wissen, das über das Hikmet hinaus geht. Also muß man hier auf etwas achten. Das bedeutet, dass die Seelenreinigung, die wir nicht eigenständig durchführen können, uns von Mürschids oder Propheten gewährleistet wird. Nur durch sie sind wir in der Lage, die Reinigung der Seele zu verwirklichen.

Somit stellt sich heraus, dass die Reinigung der Seele eines Menschen oder das Erreichen des Hidayets nur mittels Mürschids verwirklicht wird.
 
 

7.8.2.2. Der Segen über dem Haupt des Menschen

Die Secde 24 sagt, dass die Mürschids bewirken, das andere Menschen Allah erreichen. Die Cuma 2 und Ali-Imran 164 drücken aus, dass die Mürschids als ein Segen über die Häupte der Menschen gekommen sind, und dass ohne das Erreichen dieses Segens, vor Erreichen dieses Mürschids, sich die Menschen im Dalalet befinden. In der Tat stellen die oben erwähnte Kasas Sure 50 und die Taha Sure 123 uns eine Tatsache dar:

 "Ein Mensch ist vor dem Erreichen des ihm von Allah gesandten Wegweiser zum Hidayet im Dâlâlet".
 
 

Auf welche Weise ein Mensch aus dem Dâlâlet das Hidayet erreicht und für das Erreichen einen Mürschid benötigt, sagen diese Verse. Denn in der Cuma 2 und der Ali-Imran 164 sagt Allahû Tealâ:

 "Bevor sie diesen Mürschid erreicht hatten waren sie in einem offenkundigen Dâlâlet".

Als sie den Mürschid erreicht hatten, haben sie das Hidayet erreicht und über ihrem Haupt ist ein Nimet (Segen) entstanden. Wir sollten auf dieses Nimet näher eingehen. Nimet ist der Zustand, wenn der Geist des Mürschids über dem Haupt eines Menschen, der sich auf den Weg (zu Allah) gemacht hat, seinen Platz einnimmt. Solch ein Zustand drückt das Nimet, den Segen aus. Und die Bedeutung des Nimets hier ist die Niederlassung des Geistes des Mürschids über dem Haupt des Menschen, wenn er den Mürschid, der für ihn bestimmt war, erreicht hat.

 In der Mücadele Sure 22 sagt unser grosser Rabb über diejenigen, die den Mürschid erreicht haben:

 MÜCADELE-22: "Sie unterstützen wir mit einem Geist, der in unserer Gegenwart ausgebildet wurde".

 In der Mümin 15 gebietet Allah wie folgt:

MÜMIN-15:  "Allah, der die Grade erhöht und der Besitzer der Himmel ist, schickt auf die Häupte der Würdigen unter seinen Dienern einen Geist von Allahs Befehl".
 
 

7.8.3. Die Hilfe der Mürschids für die Dienerschaft des physischen   Körpers
Unser grosser Rabb gebietet in der Nahl Sure 36:
NAHL-36:  "Ich schwöre, dass Wir in allen Völkern Resuls (Mürschids) zum Leben bringen, damit sie die Menschen von der Sklavenschaft Satans abbringen und zu Allahs Diener machen".

 Es gab drei Eide, die wir Allah leisteten. In diesem siebten Abschnitt haben wir gesehen, dass:

 - unser erster Eid, unseren Geist zu Allah zu führen, nur durch die Hilfe der Mürschids erfüllbar ist (Kapitel 7.6.2.).

 - unser zweiter Eid, die Reinigung unserer Seele, auch nur mit der Hilfe der Mürschids zu verwirklichen ist (Kapitel 7.6.2.).

 - unser dritter Eid, unseren physischen Körper von der Sklavenschaft Satans zu befreien und zum Diener Allahs zu machen, auch nur durch die Hilfe der Mürschids zu bewerkstelligen ist (Kapitel 7.6.3.).

 Wie wir sehen, ist das eigenständige Verwirklichen unserer drei Eide nicht möglich.
 

7.8.4. Der Mürschid ist ein Gebot

In der Maide Sure 35 gebietet unser grosser Rabb:

MAIDE-35:  "Verlangt (von Allah) den Mittler, der zu Allah führen wird"

 In der Gesamtheit des Verses gebietet uns Allah, dass wir Besitzer der Takva werden sollen und auf Allahs Weg den Cihad (mit unserer Seele) verwirklichen sollen (nach dem unser Geist unseren Körper verlassen hat und den Sirat-i Mustakiym erreicht).

 In der Al-i Imran Sure 112 gebietet Allah folgendes:

"Wo immer sie sich auch befinden mögen, auf ihre Hälse ist der Stempel der Erniedrigung (Zillet) gezeichnet. Aber diejenigen, die sich an ein Seil (Sirat-i Mustakiym) und an ein Seil aus Menschen (Mürschid) geklammert haben, sind ausgenommen".

 Die Reinigung der Seele hingegen ist ein Vorgang, der nach dem Erreichen des Mürschids beginnt.

 Allahû Tealâ gebietet uns, den Mürschid von Allah mit Geduld und dem Hacet Namaz zu erbitten (Bakara 45).

 Man sieht, dass der Mürschid ein Gebot ist und von Allah, allein von Allah (durch das Beten des Hacet Namaz) erbeten wird.

 Um das Tasavvuf, also den Islam im Kur'ân zu leben, ist es unbedingt notwendig, den Mürschid zu erreichen.
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« Posted on: 30 Temmuz 2010, 21:40:20 »

 
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